Material/Technik
Öl auf Leinwand
Beschreibung
Das Schaffen von Cézanne ist eng verbunden mit der südfranzösischen Landschaft. In der Umgebung von Aix-en-Provence, wo er grosse Teile seines Lebens verbrachte, fand er auch das Motiv für «Le Château noir». Beim «schwarzen Schloss» handelte es sich um eine neogotische Ruine aus dem 19. Jahrhundert, die Cézanne auch dazu diente, dort seine Malutensilien unterzustellen. Der Blick auf den ungewöhnlichen Bau ist von allen Seiten gerahmt von Baumstämmen, Ästen und dichtem Laub. Farblich sind die beiden Zonen – die grüne Natur und die ockerfarbene Architektur – voneinander getrennt. Die Malweise ist dagegen für alle Bildelemente vergleichbar: Mit leicht schräg gesetzten, kurzen Pinselstrichen gab Cézanne Mauer- und Laubwerk ebenso wieder wie das immaterielle Blau des Himmels.
Provenienz
Galerie Ambroise Vollard, Paris; an Galerie Paul Cassirer, Berlin, am 11. Mai 1913, Nr. 13174-28; Sammlung Tilla Durieux-Cassirer, Berlin, mindestens seit 1918; Galerie Paul Cassirer, Berlin/Amsterdam; ebenda erworben 1926; Schenkung Dr. h.c. Oskar Reinhart an die Schweizerische Eidgenossenschaft 1958/1965
Literatur
100 Meisterwerke aus der Sammlung Oskar Reinhart «Am Römerholz», Winterthur / 100 Chefs-d'œuvre de la Collection Oskar Reinhart «Am Römerholz», Winterthour / 100 Masterworks from the Oskar Reinhart Collection ‘Am Römerholz’, Winterthur, hrsg. von Mariantonia Reinhard-Felice, 2008, S.: 202-203, Abb. S.: 203, Kat.: 144.
Sammlung Oskar Reinhart «Am Römerholz» Winterthur. Gesamtkatalog, hrsg. von Mariantonia Reinhard-Felice, 2003, S.: 498-450, Abb. S.: 499, Kat.: 144.
Kerstin Richter, Katja Baumhoff, Goya to Impressionism. Masterpieces from the Oskar Reinhart Collection, hrsg. von Ketty Gottardo, 2025, S.: 74-75, Abb. S.: 75, Kat.: 10.
Sammlung
Sammlung Oskar Reinhart «Am Römerholz», Winterthur
Standort
nicht ausgestellt